Herzlich willkommen
Ulrike Baumann

Ulrike Baumann
Gesundheits- und Entspannungspädagogin

PRAXIS FÜR GESUNDHEIT
UND LEBENSKUNST

Tel. 03628 / 70864

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Interview bei Radio F.R.E.I.

Es war einmal vor etwa drei Wochen, genauer gesagt zum Frühlingsanfang. Also an diesem Freitag Morgen kam ein Laster zum Sonnenhang gefahren mit 5 Kubikmetern Kompost, den ich Ahnungslose so bestellt hatte. Wollte ein neues Beet anlegen und all das andere etwas anfüttern. Dann lag der Haufen da: der Kipper (W50) voll bis oben, kippte fast um beim Abkippen. Jetzt kenne ich mich mit Raummaßen in dieser Kragenweite aus; das Vorgartenbeet sollte eigentlich alles fassen, aber dazu kam noch die Straße auf 5 Meter Länge und etwa 2 Meter hoch. Eine Fahrspur war noch frei. Feinfein.

Da fing Ulrike an mit Schippe und Garteneimer das Zeug hinter in den Garten zu tragen. Die Nachbarn schlugen die Hände vors Gesicht und fragten: Wollen Sie das alles so schleppen, ohne Schubkarre? Oh das ist ja wirklich eine Frage! Schubkarre woher nehmen – dachte ich, aber sie hätte nicht viel genutzt, der Weg zu bucklig, das Tor zu schmal… Nächste Idee: Mülltonne als Transporthilfe! Aber das Problem lag ganz wo anders – die Masse war einfach viel zu groß für unser Gärtlein am Reihenhaus.

Also sagte ich allen die vorbeikamen und Kommentare abließen: Ihr könnt gerne was abkriegen- holt Euch was Ihr braucht! Nach zwei Stunden brauchten meine alten Knochen erst mal Pause, sie sagten: es reicht!

Als mein Mann dann nachmittags etwas zögerlich mit rauskam, erschien Philipp der Retter (Nachbarsjunge). Er fand das ganze TOLL und war von der Idee, Mülltonne zu füllen und Erde frei Haus zu liefern begeistert. So bekamen schon mal 5 Häuser ordentlich was ab. Ein Freund kam dazu und die Mütter der Jungen assistierten, Mülltonnen ratterten durch den Sonnenhang. Zwei Männer rückten tatsächlich mit Schubkarren an und schippten sehr fleißig! Abends ging ich zum Klangschalenkonzert und war doch ganz schön fertig.

Am Sonnabend schmissen wir all das runter, was wir nicht brauchten, da war die Straße wieder halb voll. Und andere Männer kamen mit Karren und Frauen mit Eimern, ich schwatzte mit allen und schwang ab und zu den Besen. Erinnerungen an Kohlenberge vor früheren Haustüren wurden wach…

Schön war es, die Pflanzen aus der Dunkelheit wieder raus zu lassen, die blühenden Krokusse hatten unter Töpfen ausgehalten. Zuletzt lag da noch eine kleine Welle, die holte sich der Schichtarbeiter-Nachbar am Nachmittag.
Der Himmel war gnädig, obwohl schwere Wolken zogen, blieb es trocken, bis der letzte Krümel verteilt. Und auch das zunächst übrige Werkzeug fand sich nach Hause zurück.

Ich stand staunend mitten drin im schwärzlichen Spektakel – und es ist gut ausgegangen. Statt eines sind nun zehn Gärten mit frischer Erde versorgt, alle freuen sich, manche brachten Schokolade und Sekt und Geld dafür. Erstaunlicherweise hatte ich danach keinen Muskelkater, allerdings das Gefühl, so was wie ein Märchen erlebt zu haben.

1 Kommentar zu „Schwärzliches Spektakel am Sonnenhang oder: wie sich Dummheit in Glück verwandelte“

  • Petra sagt:

    Hallo Ulrike,
    diese tolle Geschichte hast du heute im Kurs leider nicht erzählt…
    Ich fand die zwei Tage Entspannung richtig Klasse und kann den Kurs nur weiter-
    empfehlen.Durch deine gute Anleitung wird jeder Teilnehmer mit Sicherheit seinen ganz individuellen Weg zu mehr Entspannung finden.
    Alles Gute wünscht Petra

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